Volkswirtschaft
Die Volkswirtschaftslehre ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit der Volkswirtschaft beschäftigt. Als Volkswirtschaft bezeichnet man die Gesamtheit aller Kräfte, die mittelbar oder unmittelbar auf die Wirtschaft einwirken. Auch die gesamten Beziehungen und Verflechtungen der Einzelwirtschaften innerhalb abgegrenzter Gebiete mit einer einheitlichen Währung bezeichnet man als Volkswirtschaftslehre. Die Volkswirtschaftslehre wird auch bevorzugt als der Teil der Wirtschaftswissenschaften bezeichnet, der sich bemüht, fundamentale Erkenntnisse über die Zusammenhänge und Abläufe der Volkswirtschaft zu sammeln und auszuwerten. Die Volkswirtschaftstheorie hat den Nachteil, daß Wirtschaftsprozesse historischer Natur sind und deshalb nicht unter gleichen Bedingungen wiederholt werden können. Deshalb spricht man im Bereich der Volkswirtschaftslehre nicht von Gesetzen, sondern Tendenzen oder Wahrscheinlichkeiten. So muss die Volkswirtschaftslehre zwangsweise abstrahieren und sich auf Modelle beschränken. Da der Überfluss das Wirtschaften nicht nötig macht, denn alles kann verteilt werden, beruht die Volkswirtschaftslehre auf der Annahme, daß knappe Güter und Dienstleistungen zweckmässig disponiert werden müssen. Sie handelt nach dem ökonomischen Prinzip, das bedeutet, dass entweder mit gegebenen Mitteln ein maximal mögliches Resultat oder ein vorgebenes Resultat mit einem Minimum an Mitteln erwirtschaftet wird. Die Volkswirschaftslehre soll Fragen, wie “Was”, “Wann”, “Wie”, “Wofür” und “Wo” beantworten. Diese Fragen müssen in jeder Wirtschaftsordnung beantwortet werden.